draught-guinness-in-dosen: Lieferantenverträge und Konditionen

Du willst draught-guinness-in-dosen in deiner Bar oder deinem Restaurant so servieren, dass Gäste mit glitzernden Augen „Noch eins!“ sagen – ohne dass dein Cashflow ins Wanken gerät? Dann sind sauber ausgearbeitete Lieferantenverträge und Konditionen dein stärkster Hebel. Aufmerksamkeit: Margen, Qualität, Service – alles hängt am Vertrag. Interesse: Mit klaren Regeln zu Mindestabnahmen, Zahlungszielen, Lager- und Logistikklauseln gewinnst du Kontrolle. Verlangen: Ein konsistentes Guinness-Erlebnis bei jedem Ausschank, planbare Einkaufspreise und weniger Stress im Tagesgeschäft. Aktion: Nutze diesen Gastbeitrag als praktischen Leitfaden – mit Formulierungsbeispielen, KPI-Ideen, Tabellen und Checklisten –, um deine Lieferantenverträge und Konditionen auf Profi-Niveau zu heben.

Redtopic steht für praxisnahe Lösungen in der Gastro. Genau das liefern wir dir hier: verständlich, umsetzbar und direkt einsatzfähig. Der rote Faden: Du verhandelst klug, setzt die richtigen Kennzahlen und schaffst so ein Erlebnis, das Gäste lieben und dein Team problemlos im Alltag abliefert.

Wenn es um effizientes Management geht, spielt das Lager & Beschaffung eine Schlüsselrolle für den Erfolg deines Bieres aus der Dose. Ein gut strukturierter Beschaffungsprozess minimiert Stillstand, sorgt für transparente Bestände und reduziert Fehlmengen – essentielle Bestandteile, um deine Lieferantenverträge und Konditionen voll auszuschöpfen. Feste Bestellzyklen und geprüfte Lieferanten verhindern Engpässe und sichern eine reibungslose Versorgung deines Tresens. So wird aus Planung echte Performance – und deine Margen atmen auf.

Ein zentrales Element im Warenfluss ist das FIFO-Prinzip und MHD-Management, damit nichts verdirbt und dein Lager optimal rotiert. Durch konsequente First-Expired-First-Out-Praxis vermeidest du Überlagerung und teure Abschreibungen. Gleichzeitig kannst du so die vertraglich vereinbarte Mindestrestlaufzeit bei Anlieferung zuverlässig gewährleisten und Reklamationen durch abgelaufene Bestände effektiv ausschließen. Das zahlt direkt auf deine Lieferantenverträge und Konditionen ein – weil Klarheit im Lager die Grundlage für faire Forderungen an den Lieferanten ist.

Darüber hinaus gewinnt jede Gastro von einer soliden Inventurplanung und Schwundkontrolle, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Regelmäßige Inventuren decken Differenzen auf und helfen dabei, Schwund rechtzeitig zu erkennen und zu erklären – so behältst du den Überblick über deine Ware, verbesserst deine Margen und kannst präzise Feedback für deine Lieferantenverträge und Konditionen geben. Mit sauberen Zahlen verhandelst du selbstbewusster – und bekommst die Konditionen, die zu deiner Drehzahl passen.

Lieferantenverträge und Konditionen für draught-guinness-in-dosen: Redtopic-Rahmenkonzept für Gastronomen

Ein gutes Rahmenkonzept schafft Ordnung und spart Zeit. Statt jedes Thema neu zu erfinden, arbeitest du mit festen Modulen, die sich wie Bausteine kombinieren lassen. So hältst du Lieferantenverträge und Konditionen schlank, aber wirksam – und du bleibst jederzeit handlungsfähig, wenn sich Nachfrage oder Marktpreise ändern.

Die Kernbausteine, die sich in der Praxis bewährt haben:

  • Preis und Volumen: Basiseinkaufspreis je Gebinde, Mindestabnahmen pro Lieferung, Staffelpreise, Jahresboni, Aktionspreise und eine faire Preisgleitklausel.
  • Liefer- und Service-Level (SLA): Lieferfrequenz, Cut-off-Zeiten, OTIF-Quote (On Time In Full), Reaktionszeiten bei Reklamationen, Bereitstellung von POS-Material und Schulungen.
  • Qualität und Produktspezifikation: Mindestrestlaufzeit (MHD) bei Anlieferung, Temperaturband beim Transport, Dosenintegrität, Chargenverfolgung.
  • Lager und Logistik: Palettierung, FEFO/FIFO, Retourenregeln für Transportschäden, Falschlieferungen und Kurz-MHD.
  • Zahlungskonditionen: Zahlungsziel, Skonto, elektronische Rechnungen, Pfandabwicklung, Sammelabrechnungen.
  • Recht und Compliance: VerpackG, HACCP-Prozesse, Kennzeichnungspflichten, Rückrufverfahren, Auditrechte.
  • Daten und Transparenz: Absatzreports, Forecast, EDI/Online-Bestellschnittstellen, KPI-Reporting.

So setzt du das Rahmenwerk um: Ein kurzer Hauptvertrag mit klaren Definitionen plus Anlagen (Preis-/Bonusmatrix, SLA-Annex, QS-Checklist, Retourenformular). Das hält den Kopfvertrag stabil, während Details in den Anlagen dynamisch angepasst werden können – ohne endlose Neuverhandlungen.

Worauf Lieferanten wirklich reagieren

Lieferanten reagieren auf Planbarkeit und saubere Prozesse. Wenn du Forecasts lieferst, Bestellrhythmen einhältst und Reklamationen sauber dokumentierst, steigen deine Chancen auf bessere Lieferantenverträge und Konditionen rasant. Kleine Geste, große Wirkung: Teile deinen Eventkalender quartalsweise. So kann der Partner Kapazitäten allokieren – und du bekommst Vorrang, wenn’s eng wird.

Pro-Tipp: Verankere eine jährliche Review-Klausel. So passt ihr Lieferantenverträge und Konditionen proaktiv an Nachfrage, Energiepreise oder Eventkalender an. Stichwort Saisonalität: Fußballturnier oder Stadtfest? Plane es vertraglich ein, statt hektisch zu improvisieren.

Mindestabnahmen, Staffelpreise und Jahresboni: Einkauf von draught-guinness-in-dosen wirtschaftlich strukturieren

Mindestabnahmen und Staffelpreise sind das Fundament für wirtschaftlichen Einkauf. Ziel: Transportkosten decken, Lagerreichweite steuern, Margen verbessern – ohne Überlagerung. Jahresboni belohnen die Gesamtleistung über Zeit und geben dir Planungssicherheit.

Praktische Leitlinien:

  • Starte mit einer realistischen Mindestabnahme pro Drop (z. B. 6–8 Kartons) und prüfe die Drehgeschwindigkeit im ersten Monat. Erhöhe bei stabiler Nachfrage auf 10–12 Kartons.
  • Halte die Staffelpreise übersichtlich: drei bis vier Stufen reichen, um Wachstum zu belohnen, ohne die Abrechnung zu verkomplizieren.
  • Definiere Jahresboni als rückwirkende Prämie auf Netto-Umsatz oder Menge. So bleibt die Liquidität unterjährig stabil.
  • Lege fest, wie Aktionspreise auf Bonusziele angerechnet werden – vermeide doppelte Anreize, die dein Deckungsbeitrag auffressen.

Beispielhafte Staffel- und Bonusmatrix (Richtwerte – verhandle deine Zahlen):

Stufe Monatsmenge (Karton) Netto-Preis pro Dose Mindestabnahme je Lieferung Jahresbonus
S1 bis 20 Basispreis 6 Kartons 0%
S2 21–50 Basis minus x ct 8 Kartons 0,5% vom Jahresnetto
S3 51–100 Basis minus y ct 10 Kartons 1,0% vom Jahresnetto
S4 > 100 Individuell 12 Kartons 1,5–2,0%

Nützlich in der Praxis: eine Ramp-up-Klausel (temporär geringere Mindestabnahmen beim Start), ein Peak-Flex-Kontingent (kurzfristige Zusatzdrops vor Events ohne Aufpreis) und eine klare Preisgleitklausel mit Index, Schwelle und Ankündigungsfrist. So bleiben Lieferantenverträge und Konditionen fair – für beide Seiten.

Rechenbeispiel für dein Bauchgefühl

Angenommen, dein Basispreis liegt bei 2,00 € pro Dose, Stufe S2 bringt 3 Cent Nachlass. Bei 40 Kartons pro Monat (24 Dosen) sparst du 28,80 € monatlich nur über die Staffel – plus 0,5% Jahresbonus, der weitere 57,60 € pro Jahr bringen kann. Nicht weltbewegend? Summiert sich, wenn du sauber planst und Skonto nutzt.

Formulierungsvorschlag: „Der Lieferant gewährt Staffelpreise gemäß Anlage P1. Jahresboni gemäß Anlage B1 werden rückwirkend auf den kalenderjährlichen Netto-Umsatz mit draught-guinness-in-dosen berechnet und bis spätestens 31.03. des Folgejahres abgerechnet.“

Zahlungsziele, Skonto und Cashflow-Planung: Redtopic-Empfehlungen für sichere Lieferantenkonditionen

Liquidität ist König. Und nichts killt Liquidität so zuverlässig wie unpassende Zahlungsziele. Verbinde deshalb Zahlungsziele, Skonto und Lagerreichweite zu einem System, das deinen Cashflow schützt.

  • Zahlungsziel: 14–30 Tage netto sind gängig; bei verlässlicher Abnahme und guter Bonität sind 30–45 Tage realistisch.
  • Skonto: 2% bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen ist ein klassischer Benchmark. Prüfe, ob Pfand und Steuern skontierbar sind (oft nicht).
  • Sammelabrechnung: Eine Monatsrechnung reduziert Aufwand und macht Skonto-/Bonusabzüge sauber nachvollziehbar.
  • Digitale Prozesse: E-Rechnungen (z. B. ZUGFeRD/Factur-X) und automatische Zahlungsfreigaben senken Fehlerquoten.
  • Sicherheiten: Bei neuen Beziehungen sind Limits oder Warenkreditversicherungen normal. Nach 6–12 Monaten gute Performance in bessere Konditionen tauschen.

Vereinfachtes Cashflow-Beispiel: Du hältst 14 Tage Lagerreichweite vor und hast 30 Tage Zahlungsziel. Ergebnis: Ein Teil der Ware ist bereits verkauft, bevor die Rechnung fällig wird. Klingt unspektakulär, ist aber bares Geld – gerade bei regelmäßigen Drops.

Parameter Wert Kommentar
Ø Lagerreichweite 12–18 Tage abhängig von Frequenz und Peaks
Zahlungsziel 30 Tage netto positiver Working-Capital-Effekt
Skonto 2% bei 10 Tagen effektive Jahresrendite prüfen
Abrechnung monatliche Sammelrechnung inkl. Pfand- und Bonusausweis

Skonto lohnt sich – meistens

2% in 10 Tagen entspricht, grob gerechnet, einer zweistelligen Jahresrendite – wenn du die Liquidität hast. Prüfe Monat für Monat: Ist Skonto ziehen sinnvoller als freie Liquidität halten? Hänge die Entscheidung an Forecast, Personalkostenzyklus und deine Eventplanung. So verknüpfst du Lieferantenverträge und Konditionen mit deinem realen Cash-Kalender.

Formulierungsvorschlag: „Zahlungen sind innerhalb von 30 Tagen netto fällig. Bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen gewährt der Lieferant 2% Skonto auf den Warenwert exkl. Pfand. Rechnungen werden elektronisch gestellt; Skontoabzüge nur bei fristgerechtem Zahlungseingang.“

Lager- und Logistikklauseln: Haltbarkeit, Kühlkette und Retouren bei draught-guinness-in-dosen vertraglich regeln

Wenn’s im Lager knirscht, knirscht’s im Glas. Saubere Lager- und Logistikklauseln sorgen dafür, dass draught-guinness-in-dosen geschmacklich überzeugt und Reklamationen Seltenheit bleiben. Messbare Standards sind hier dein bester Freund.

  • Restlaufzeit bei Anlieferung: z. B. mindestens 75–80% der Gesamtlaufzeit oder mindestens 6 Monate, je nach Herstellerangabe.
  • Temperatur: Transport und Lagerung kühl, trocken, vor Hitze und Sonne geschützt; Temperaturspitzen klar begrenzen (z. B. maximal 25°C).
  • Palettierung und Gebinde: einheitliche Palettenhöhen, stabile Umreifung, EAN/SSCC-Kennzeichnung, chargengenaue Lieferscheine.
  • FEFO/FIFO: First-Expired-First-Out verpflichtend; der Lieferant bestätigt FEFO-Konformität schriftlich.
  • Lieferfenster und OTIF: feste Zeitfenster; Ziel-OTIF ≥ 95%, mit Eskalation und Verbesserungsplan bei Unterschreitung.
  • Retourenregelung: unkomplizierte Rücknahme bei Transportschäden, Falschlieferungen, Leckagen und qualifizierten Kurz-MHD-Fällen; Gutschrift binnen 7 Arbeitstagen.
KPI Zielwert Messung
OTIF ≥ 95% Monatsreport
Restlaufzeit ≥ 75% MHD Stichproben
Gutschrift Retouren ≤ 7 Arbeitstage Ticket-Tracking

Praxis-Setup im Lager

Markiere eine „Kurz-MHD-Zone“ und definiere Preisaktionen für Ware, die innerhalb von 60 Tagen abläuft. Dokumentiere jeden Fall, inkl. Foto – so unterstützt du deine Forderungen gegenüber dem Lieferanten. Und: Lege feste Lieferfenster außerhalb der Stoßzeiten fest. Ein ruhiger Wareneingang ist halbe Miete für weniger Fehler.

Formulierungsvorschlag: „Die Ware wird FEFO-konform geliefert. Bei Anlieferung beträgt die verbleibende Mindesthaltbarkeit mindestens 75% der Gesamtlaufzeit. Retouren aufgrund von Transportschäden, Falschlieferungen oder unzureichender Restlaufzeit werden innerhalb von 7 Arbeitstagen gutgeschrieben.“

Service-Level-Agreements mit Mehrwert: Zapflösungen, Wartung und Schulungen für ein konsistentes Guinness-Erlebnis

Der Nitro-Effekt ist das, was Gäste lieben – samtige Textur, cremiger Schaum, elegantes Settle. SLAs sollten deshalb nicht nur Lieferzeiten messen, sondern auch die Performance am Glas.

  • Schulungen: „Two-part pour“, Glasneigung, Temperatur, Ruhezeiten, Glaspflege. Ideal: Initialtraining innerhalb von 30 Tagen, dann jährlich.
  • Equipment-Support: Marken-Gläser, Tropfmatten, POS-Material; bei Bedarf Theken- oder Surger-Lösungen mit klaren Wartungsintervallen.
  • Reaktionszeiten: Bei Qualitätsproblemen (z. B. fehlender Nitro-Trigger, Dellen, Undichtigkeiten) Erstreaktion ≤ 24 Stunden, Lösung ≤ 72 Stunden.
  • Event-Pakete: Vor großen Spieltagen oder Festivals abgestimmte Mengenbündel, Trainings und Social-Assets.
SLA-Bereich Leistung Ziel
Schulung Initial + jährliche Auffrischung 100% des Barteams
Reklamation Erstreaktion ≤ 24 h
POS-Verfügbarkeit Gläser/Matten/Material ≥ 95%

Train-the-Trainer spart Zeit

Ernenne zwei Teammitglieder als „Guinness-Champions“. Sie übernehmen Onboarding, kurze Schichtbriefings und das Monitoring der Ausschankqualität. So leben SLAs nicht nur auf Papier – sie zeigen sich im Glas. Lieferantenverträge und Konditionen sind damit keine Staubfänger, sondern tägliche Praxis.

Formulierungsvorschlag: „Der Lieferant stellt Schulungen zur korrekten Ausschankpraxis von draught-guinness-in-dosen bereit (Initialtraining innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsbeginn, danach jährlich). Reklamationen werden binnen 24 Stunden beantwortet und binnen 72 Stunden gelöst.“

Recht, Pfand und Compliance: VerpackG, HACCP und Kennzeichnungspflichten bei draught-guinness-in-dosen

Compliance klingt trocken, verhindert aber teure Überraschungen. Klare Zuständigkeiten im Vertrag schützen dich – und deine Gäste.

Pfandabwicklung

  • Pfand separat ausweisen, nicht skontierbar; Rücknahme- und Clearingprozess beschreiben.
  • Monatliche Pfandkontenabstimmung im Rahmen der Sammelabrechnung.
  • Transparente Erfassung auf Lieferschein und Rechnung, damit dein Team im Backoffice nicht rätseln muss.
Pfandaspekt Vertraglicher Punkt
Ausweisung Pfand separat, nicht skontierbar
Rücknahme Prozessbeschreibung inkl. Fristen
Clearing Monatliche Pfandkontenabstimmung

VerpackG und LUCID

  • Der Inverkehrbringer ist systembeteiligt und in LUCID registriert – vertraglich zusichern lassen.
  • Nachweise bereitstellen (Registriernummer, Bestätigungen) und Änderungen unverzüglich melden.

HACCP und LMIV

  • Wareneingang: Sichtprüfung, MHD-Check, Dosenintegrität; Dokumentation im HACCP-Plan.
  • Lagerung: kühl, trocken, dunkel; Abstand zum Boden und zu Wänden; FEFO-Prinzip.
  • Rückverfolgbarkeit: Chargen- und Lieferscheindaten archivieren; klarer Rückrufprozess mit 24/7-Erreichbarkeit für Notfälle.
  • LMIV: Produktdatenblätter mit Bezeichnung, Zutaten inkl. Allergenen (z. B. Gerstenmalz), Alkoholgehalt, Nettofüllmenge, MHD, Los-/Chargenkennzeichnung.

Audit-Ready als Wettbewerbsvorteil

Lege einen digitalen Ordner an: Zertifikate, LUCID-Nummer, Sicherheitsdatenblätter, Spezifikationen, SLA-Reports. Wer auditfähig ist, verhandelt gelassener. Außerdem: Definiere im Vertrag, wer im Rückruf-Fall die Kommunikation übernimmt und wie schnell Kompensationen erfolgen. Lieferantenverträge und Konditionen, die Krisenprozesse mitdenken, sparen im Ernstfall viel Zeit und Geld.

Formulierungsvorschlag: „Der Lieferant versichert die Erfüllung aller Pflichten aus dem VerpackG einschließlich Registrierung im Verpackungsregister. Er stellt LMIV-konforme Produktinformationen sowie Sicherheits- und Spezifikationsdaten zur Verfügung und unterstützt den Kunden bei Rückrufen unverzüglich.“

Verhandlungsfahrplan und Umsetzungs-Checkliste

Spontan verhandeln ist wie ohne Mise en Place kochen – geht, aber macht selten glücklich. Ein klarer Fahrplan beschleunigt den Abschluss und verbessert dein Ergebnis.

Fahrplan in fünf Schritten

  • Bedarfsanalyse: Absatzhistorie, Peak-Tage, Lagerkapazitäten, Ziel-Deckungsbeitrag pro Dose. Schreibe deine Grenzwerte auf – im Gespräch ist Papier geduldig.
  • Lieferantenauswahl: 2–3 Anbieter vergleichen (Preis, OTIF, SLA, Schulungen, Datenzugang, Pfand-/Retourenhandling, EDI-Fähigkeit).
  • Vertragsentwurf: Rahmenvertrag + Anlagen (Preis/Bonus, SLA, QS, Retouren). Inklusive Eskalationspfade und KPI-Definitionen.
  • Pilotphase: 6–8 Wochen mit klaren Zielen. Lerne aus Reklamationen und Engpässen; danach Anlagen feinjustieren.
  • Rollout & Review: jährliches Business Review mit Bonus- und KPI-Abgleich sowie Forecast.

Umsetzungs-Checkliste für den Starttag

  • Artikelstammdaten im Kassensystem gepflegt; Pfand korrekt parametriert.
  • HACCP-Checks und Wareneingangsdokumentation vorbereitet.
  • Team geschult: „Two-part pour“, Glasmanagement, Temperatur, Präsentation.
  • POS-Material platziert; Preispunkte abgestimmt; Eventkalender berücksichtigt.
  • Reklamationsprozess sichtbar: Ansprechpartner, Reaktionszeiten, Fotodokumentation.

Soft-Skills in der Verhandlung

Frag nach „Win-Win-Paketen“: Du gibst Forecasts und pünktliche Zahlung, der Lieferant liefert bessere Staffelpreise, Event-Support und Schulungen. Vermeide Konfrontationssprache, nutze Fakten aus deinem Betrieb. Und: Halte nach dem Gespräch kurze Memo-Notizen fest – Missverständnisse sind teurer als jede Schulung.

Beispielklauseln zur direkten Übernahme

Diese Musterformulierungen kannst du in deine Anlagen kopieren und anpassen. Sie sind kurz, präzise und schützen deinen Betrieb – genau das, was gute Lieferantenverträge und Konditionen leisten sollen.

  • Preis/Volumen: „Die Preisstaffel gemäß Anlage P1 findet Anwendung auf alle Bestellungen von draught-guinness-in-dosen. Mindestabnahme je Lieferung gemäß Anlage L1. Jahresbonus gemäß Anlage B1; Abrechnung bis 31.03. des Folgejahres.“
  • SLA: „Der Lieferant gewährleistet eine OTIF-Quote von mindestens 95% pro Monat. Bei Unterschreitung über zwei aufeinanderfolgende Monate wird ein Verbesserungsplan innerhalb von 10 Arbeitstagen vorgelegt.“
  • Qualität: „Die gelieferten Dosen sind unbeschädigt, frei von Dellen und Undichtigkeiten und weisen bei Anlieferung eine Restlaufzeit von mindestens 75% MHD auf.“
  • Retouren: „Transportschäden, Falschlieferungen oder Kurz-MHD-Fälle werden innerhalb von 3 Arbeitstagen zur Abholung bereitgestellt; Gutschrift erfolgt innerhalb von 7 Arbeitstagen.“
  • Zahlung: „Zahlungsziel 30 Tage netto; 2% Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen auf Warenwert exkl. Pfand. Elektronische Rechnungsstellung.“
  • Compliance: „Der Lieferant erfüllt Pflichten aus VerpackG, stellt LUCID-Registrierung auf Anfrage bereit und liefert LMIV-Datenblätter.“

Kleingedrucktes mit großer Wirkung

Nimm ein Kündigungsfenster mit außerordentlichem Kündigungsrecht bei wiederholter SLA-Verfehlung auf. Definiere, wie Preisanpassungen kommuniziert werden (Frist, Index, Schwelle). Lege fest, dass alle Zusagen in Anlagen dokumentiert werden müssen – mündliche Absprachen gelten nicht. So bleiben Lieferantenverträge und Konditionen wasserdicht.

Performance-Controlling und kontinuierliche Verbesserung

Verträge sind kein Staubfänger. Sie leben – und du solltest sie führen. Ein schlankes Controlling schützt Qualität und Marge und liefert dir Argumente für das nächste Review.

  • Monatliches KPI-Dashboard: OTIF, Reklamationsquote, Restlaufzeit, Abverkauf/Warendrehung, Lagerreichweite, Schwund.
  • Quartalsreview: Bonusstatus, Wirkung von Aktionen, Forecast für 90 Tage; Anpassungen an Staffelstufen und Lieferfrequenz.
  • Aktive Bestandssteuerung: FEFO streng umsetzen, Sicherheitsbestände vor Großevents erhöhen, Lieferfenster nachjustieren.
  • Teameinbindung: Kurzfeedback pro Schicht zu Schaum, Textur, Temperatur und Gastzufriedenheit. Kleine Ursache, große Wirkung.

Dein Mini-Dashboard

Hänge im Büro ein A4-Blatt aus: OTIF der letzten 30 Tage, Reklamationen (Anzahl/Grund), Lagerreichweite heute, nächstes Event. Dieses Mini-Dashboard macht Leistung sichtbar und hält Lieferantenverträge und Konditionen präsent. Wer misst, gewinnt – und verhandelt besser.

Mit diesem Regelkreis halten Lieferantenverträge und Konditionen nicht nur Kosten im Griff, sondern steigern auch die Konsistenz im Glas – dein bester Wachstumsmotor ist schließlich das nächste begeisterte „Wow!“ deiner Gäste.

Häufige Risiken und wie du sie vertraglich entschärfst

Risiken gehören zum Geschäft. Gute Nachrichten: Die meisten lassen sich vertraglich oder prozessual entschärfen.

  • Volatile Logistikkosten: Eine Indexklausel mit Korridor und beidseitigem Anpassungsrecht, Ankündigungsfrist mindestens 6 Wochen, und das Recht zur Nachverhandlung ab einem Schwellwert.
  • Qualitätsschwankungen: Eindeutige Eingangsprüfung, dokumentierter Reklamationsablauf, verpflichtende Schulungen, Stichprobenprotokolle.
  • Überlagerung/Kurz-MHD: Kleinere, häufigere Drops; Aktionsabverkauf bei Bedarf; klare Kurz-MHD-Rabatte in einer Preismatrix.
  • Lieferengpässe: Backup-Lieferant benennen oder Substitutionen (markenkonform) definieren; Safety Stock für Peak-Zeiten vereinbaren.
  • Datentransparenz: Monatliche Reports verpflichtend; bei Verzug Eskalation und ggf. Bonus-Malus für KPI-Abweichungen.

Kommunikation schlägt Konfrontation

Halte Eskalationspfade kurz. Wer ist Ansprechpartner bei Reklamationen? Wer entscheidet über Gutschriften? Lege Zweitkontakte fest für Urlaubszeiten. Vereinbart regelmäßige Kurz-Calls (15 Minuten, zweiwöchentlich), um offene Punkte zu klären. So bleibt die Beziehung robust – auch wenn’s mal ruckelt.

Noch ein Praxistipp: Halte Eskalationspfade kurz. Wer ist Ansprechpartner bei Reklamationen? Wer entscheidet über Gutschriften? Nichts ist teurer als Funkstille.

FAQ zu Lieferantenverträgen und Konditionen für draught-guinness-in-dosen

Wie hoch sollten Mindestabnahmen angesetzt werden?
Starte mit 6–8 Kartons pro Lieferung, wenn du neu einsteigst. Beobachte die Drehung vier Wochen lang. Läuft’s stabil, erhöhe auf 10–12 Kartons, um bessere Preise zu sichern, ohne Überlagerungsrisiko.

Sind Skonto und Jahresbonus kombinierbar?
Ja. Typisch ist Skonto nur auf den Warenwert exkl. Pfand. Der Jahresbonus wird rückwirkend auf den Netto-Umsatz berechnet. Sorge für klare Ausweisung, damit dein Backoffice ohne Nachfragen buchen kann.

Welche Restlaufzeit ist sinnvoll?
Bewährt: mindestens 75% der Gesamtlaufzeit oder eine absolute Restlaufzeit (z. B. 6 Monate), abhängig vom Hersteller und deiner Lagerreichweite. FEFO konsequent leben!

Brauche ich eine Kühlkettenpflicht?
Nicht zwingend, aber Temperaturgrenzen sind wichtig. Vereinbare Schutz vor Hitze und direkter Sonneneinstrahlung sowie ein maximales Temperatur-Delta beim Transport.

Wie integriere ich Schulungen in den Vertrag?
Als SLA-Anlage mit Umfang, Frequenz, Inhalten (two-part pour), Nachweisen (Teilnehmerlisten) und Reaktionszeiten bei Qualitätsfragen. So bleibt das Wissen frisch – auch bei Personalwechseln.

Kann ich kurzfristige Zusatzdrops verlangen?
Ja, mit einer Peak-Flex-Regel. Definiere ein Kontingent pro Monat und eine Vorlaufzeit (z. B. 48–72 Stunden), ideal für Sport-Events oder Festivals.

Wie verhindere ich Streit über Reklamationen?
Mit einem glasklaren Ablauf: Foto der beschädigten Dosen, Chargennummer, Lieferscheinnummer, kurze Fehlerbeschreibung, RMA-Nummer vom Lieferanten. Abholung binnen 3 Arbeitstagen, Gutschrift binnen 7. Alles im Vertrag festhalten.

Was mache ich bei Preissprüngen?
Bestehe auf einer Preisgleitklausel mit Index (z. B. Logistik/Energie), definiere Schwellen (±3–5%) und eine Ankündigungsfrist. Dazu ein beidseitiges Nachverhandlungsrecht – fair und planbar.

Fazit: Vertragsklarheit schafft Genussklarheit

Am Ende zahlt sich Struktur aus. Wenn Lieferantenverträge und Konditionen sauber verhandelt, klar dokumentiert und regelmäßig überprüft werden, entsteht ein Kreislauf aus Qualität, Planbarkeit und steigender Nachfrage. Du schützt deinen Cashflow, minimierst Reklamationen und lieferst deinen Gästen das, was sie erwarten: ein konsistentes Guinness-Erlebnis aus der Dose, das schmeckt wie frisch gezapft. Setz die Bausteine um, prüfe sie im Alltag – und freu dich auf zufriedene Gäste, entspannte Schichten und stabile Margen.

Und falls du nur eine Sache heute anpackst: Starte mit einem kompakten SLA-Annex und einer klaren Preis-/Bonusmatrix. Das sind die zwei Stellhebel, die sofort Wirkung zeigen – auf dem Konto und im Glas. Genau so fühlen sich starke Lieferantenverträge und Konditionen an: unkompliziert, fair und messbar gut.

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